Was versteht man unter Autismus?

Autismus ist eine „Tiefgreifende Entwicklungsstörung. Es wird unterteilt in „Frühkindlichen Autismus“, „Atypischen Autismus“ und „Asperger-Syndrom“. Mittlerweile wird die Bezeichnung „Autismus-Spektrum-Störung“ verwendet oder kurz ASS. 

Beim frühkindlichen Autismus treten die Symptome schon vor dem 3. Lebensjahr auf. Es gibt drei Bereiche, die besonders betroffen sind: 

– Der soziale Umgang mit Mitmenschen 

– Die Kommunikation 

– Sich wiederholende, stereotype Verhaltensweisen 

Beim Asperger-Syndrom treten oft keine Entwicklungsverzögerungen  oder -rückstände in der Sprache und kognitiven Entwicklung auf. Bei vielen Menschen werden die Probleme erst mit der Pubertät deutlicher, da das Hauptproblem in der sozialen Interaktion und Kommunikation liegt.

Das kindliche Spiel wird durch immer mehr Gespräche miteinander abgelöst.

Aber, wenn

  • – ich mich nicht in andere Menschen hineinversetzten kann, 

  • – nicht weiß, was sie gerade fühlen oder denken,

  • – nicht weiß, ob ich jetzt meine Meinung sagen soll oder lieber gar nichts sagen soll,

  • – nicht merke, wann jemand traurig oder wütend ist,

  • – ich den Unterschied zwischen Ironie und Spaß nicht verstehe und alles wörtlich nehme,

  • was soll ich dann tun?

Die Menschen kopieren dann einfach das Verhalten anderer Menschen, um nicht aufzufallen.

Nach der Schule oder Arbeit möchten sie sich einfach nur zurückziehen. Es kostet sehr viel Kraft jeden Tag aufs Neue nicht aufzufallen.

Soziale Regeln, die als selbstverständlich gelten, müssen von Grund auf gelernt werden.

Gelerntes ist meistens nicht auf andere Situationen übertragbar.

Alles muss logisch erklärbar sein, damit es einen Sinn macht.

Es gibt viele Gemeinsamkeiten mit AD(H)S und ganz viele positive Eigenschaften.

Menschen mit Asperger z.B. haben oft ein Spezialinteresse. Auf diesem Gebiet sind sie unschlagbar. Sie sind immer ehrlich und loyal. Sie haben einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn.

Es gibt auch nicht DAS Asperger-Syndrom – jeder ist anders.